Projekte / Katastrophenhilfe
Wenn Hilfe sofort gebraucht wird
Die Katastrophe ist ein nicht vorhersehbares Unglück. Es tritt ein, ohne dass jemand darauf vorbereitet war und verursacht große Hilflosigkeit. In den vergangenen zwei Jahren hatten wir in unserer Kongregation und ihrem Arbeitsgebiet mehrere solcher Ereignisse.
Im Norden Kenias kam es zur Hungersnot, weil der Regen ausblieb. Eigentlich ist das kein plötzliches Ereignis, aber normalerweise können die Menschen mit Regen rechnen. Also waren keine Vorräte an Lebensmittel vorhanden, um die Trockenperiode zu überstehen. Mit der Überweisung eines Geldbetrages konnten in anderen Landesteilen Lebensmittel gekauft werden und die Menschen überlebten.
Dramatischer sind Brände. Gleich drei Mal hatten wir im Jahr 2007 mit Brandkatstrophen zu tun. Im Mathare-Tal, einem der größten Slums Nairobis, brannten die Häuser von 30 Familien ab. Der ganze Hausrat verbrannte mit. Die Menschen standen ohne Dach über dem Kopf und ohne jede Habe auf der Straße. Die Benediktinerpfarrei war die einzige Hoffnung. Mit einer Soforthilfe konnte diesen Menschen geholfen werden.
Ganz dramatisch verlief der Brand eines Pflegeheims in Maria Radschiz in Südafrika. Einige Patienten und eine der Schwestern verloren ihr Leben im Feuer. Verlorene Leben können wir nicht ersetzen, aber eine Soforthilfe ermöglichte die Weiterführung des Dienstes an pflegebedürftigen Patienten.
Die größte Katastrophe innerhalb unserer Kongregation ereignete sich in der Karwoche 2007. Das gesamte Klostergebäude unserer Abtei Waegwan in Südkorea brannte ab. Fast der ganze Konvent verlor über Nacht alles, was man zum Leben braucht. Auch dieses Mal konnten wir mit einer Soforthilfe das Leben im Alltag wieder möglich machen. Die Mitbrüder konnten so Möbel, Wäsche, Seife und Bettzeug kaufen. Man muss sich das einmal vorstellen, alles zu verlieren, was man für den täglichen Bedarf braucht!
Bei all diesen Katastrophen gaben wir Soforthilfe und nur solche Hilfe ist in Extremsituationen sinnvoll. Wir können keinen „rechtzeitigen“ Spendenaufruf machen und warten, bis genug Geld da ist, sondern müssen Geldmittel für alle Fälle bereithalten. Woher kommt aber solches Geld? Vor zwei Jahren dachten wir über Notfallsituationen nach. Zwar war das Jahr 2007 besonders reich an Katastrophen, aber auch schon früher ereignete sich Schlimmes. 1989 wurde die Abtei Ndanda von einem Unwetter heimgesucht. Eine Schlamm- und Gerölllawine wälzte sich durch das Klostergelände und ging nur wenige Meter am Kloster vorbei. Tagelang war das Kloster von der Umwelt abgeschnitten. Diese Erfahrung lehrte uns, dass wir uns auf das Unerwartete vorbereiten müssen. Wir legten daher einen „Katastrophenfond“ an. Wer immer Menschen in akuter Not helfen möchte, kann dafür eine Spende geben. Die vielen Unglücksfälle des vergangenen Jahres haben den Fond ziemlich geleert. Wir bauchen daher wieder Spenden, damit wir bereit sind, wenn ein Unglück eintritt.
Wir sind für jede Hilfe dankbar.
So können Sie helfen!

